Diese Split erschien 2009 auf dem Label Load, Aim and Fire Records. Die beiden hier vertretenden Gruppen Attack und Empire Falls muss man wohl nicht mehr vorstellen, denn beide Amigruppen glänzen mit zig Veröffentlichungen und sind auch schon seit Urzeiten musikalisch aktiv.
Den Anfang bei dieser Split machen Attack. Forrest und Co. beginnen mit dem Song "You dont stand a chance", welcher recht abgehackt und schleppend durch die Boxen erklingt. Der Gesang setzt immer nur kurz ein und lässt größtenteils der Bassgitarre den Vorrang. Nicht wirklich überzeugend. Besser wird es da schon mit dem Titeltrack der Split. "System of Charity" erinnert stark an die alten Attack-Brecher, welche die Amis zu Beginn des neuen Jahrtausends vom Stapel gelassen haben. Der Song ist mit anderthalb Minuten zwar sehr kurz, hat aber mächtig Potential. Zu guter letzt gibts dann noch den Song "Coming Home", welcher bereits bei den Aufnahmen zum aktuellen Attack Album "Fade away" eingespielt wurde. Hier muss besonders die minderwertige Klangqualität bemängelt werden. Der Sound ist sehr dumpf und der Gesang nur schwer zu verstehen. Wobei dies nicht so schlimm ist, denn so richtig rockt der Song nicht. Er hat auch einen recht abgehackten Gesang und wird in der zweiten Hälfte sehr verrückt. Forrest dreht anscheinend mächtig durch, aber auch das hilft nichts mehr. Attack bleiben hier mit einer durchschnittlichen Leistung zurück. Einer von drei Songs geht gut ab, dass ist aber nicht wirklich der Hit.
Auf der B-Seite sind nun Empire Falls an der Reihe. Sie präsentieren dem Hörer hier vier Lieder, wobei der letzte Song "Revenge" ein Coversong von Black Flag ist. Empire Falls legen wie gewohnt mächtig los. Wer die Musik der Amis kennt, weiß was ihn hier erwartet. Mit "Seekers of truth in an age of lies" hat man eine enorme NSHC Granate auf Vinyl veröffentlicht, die dem Hörer keine Zeit zum Luftholen lässt. Hier wird mächtig Druck gemacht und am Mikro gibt es wilde Shouts vom Frontmann Brian Scorch. Das weiß zu gefallen. Danach folgt mit "Audience attacks" ein Stück, welches langsam anrollt, dann aber in wenigen Sekunden auf Hundert beschleunigt. Auch hier gibt es keine Pause, wobei das Lied leider nach knapp einer Minute wieder vorbei ist. Schade. Ein wenig mehr Zeit hat sich die Band bei dem Lied "Dooms Day" genommen und auch die Geschwindigkeit wurde etwas gedrosselt. Klingt etwas punkig und kann aufgrund des kurzen Textes (im Grunde genommen nicht mehr als ein Refrain) nicht so recht zünden. Zum Abschluss gibt es dann das oben erwähnte Black Flag Cover "Revenge". Der Song wurde bereits 1998 eingespielt und 2007 noch mal am Gesang aufgefrischt. Hier ist es dasselbe wie bei Attack, auch hier leidet der Sound darunter. Ansonsten aber ein guter Track.
Zusammengefasst eine durchschnittliche Split von zwei herausragenden NSHC Bands. Da wäre also wirklich mehr drin gewesen. Jede Band hat aber wenigstens einen richtigen Kracher im Gepäck, der die restlichen Songs locker in die Tasche steckt. Für Fans der Gruppen und Sammler sicherlich den Kauf wert, der Rest kann aber getrost seinen Geldbeutel stecken lassen.