Rex Satanachia ist eine dänische Band, welche seit 2003 aktiv ist und im Winter 2008 dieses erste offizielle Lebenszeichen über das serbische Label Grom Records herausgebracht hat. Die EP enthält sechs Lieder und hat eine Gesamtspielzeit von ziemlich genau 20 Minuten. Soweit so gut. Mit "The Breath Of Satanachia" beginnen die beiden Musiker ihre EP und präsentieren dem Hörer schleppenden und ruhigen Black Metal ohne wirkliche Höhepunkte. Ganz anders dagegen das zweite Lied "Channeling The Paragon Of Supernatural Evil". Anscheinend hat die Band bereits das erste ruhige Lied satt, denn hier wird jetzt richtig rumgebolzt. Ultra Schnell, mit kranken mehrstimmigen Gesang und Gekreische und einem Schlagzeug, welches extrem malträtiert wird, kommt ein Song aus den Boxen, der ohne Zweifel das Prädikat "satanisch" verdient hat. Zwar ist der Spuk nach knapp drei Minuten vorbei, aber zurück bleibt ein Hörer der erst einmal die Dampfwalze, die soeben über ihn hinweggerollt ist, verarbeiten muss. Doch dafür hat er bei Lied Drei "Path Of The Magus" zu Beginn etwas Gelegenheit. Dieses startet mit klarem mehrstimmigen Männergesang, setzt dann aber beim Vorgänger fort, so dass es wieder äußerst brutal zugeht. Und genau in diese Schiene laufen dann auch die restlichen drei Songs, welche für Geschwindigkeitsfanatiker und Freunde von satanischen BlackMetal keine Wünsch offen lassen. Selten gab es in letzter Zeit spielerisch so hochwertigen Metal mit Hyperspeed, der von der ersten Sekunde an den Hörer in den Bann zieht. Die beiden Dänen schaffen es sogar noch während des abwechslungsreichen Gekreische ab und zu klaren Gesang einfließen zu lassen oder auf krankes psychotisches Lachen zu wechseln. All diese Punkte sind beim ersten Durchhören sehr überraschend und können daher beim Hörer sofort punkten. Die EP kann also total überzeugen und die Einschätzung des Labels "Blasting Satanic Black Metal" passt ausnahmsweise mal wie die Faust aufs Auge.
Der EP wurde ein zweifach aufklappbares Beiheft beigelegt, welches zwei Bandfotos, einige Infos zur CD und ein paar weitere Grafiken enthält. Das passt.
Rex Satanachia schaffen es bei ihrem Erstlingswerk den Hörer sofort zu überzeugen. Hier gibt es wirklich nichts dran auszusetzen. So muss satanischer Black Metal klingen. Da kann abschließend nur noch eins gesagt werden: Kaufen!
Für die Experten: Am Schlagzeug sitzt der Sessiondrummer Morton Lowe, welcher einigen vielleicht von seinen anderen Bands Soilwork, Hatesphere, Instant Carnage usw. bekannt ist.