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Die Belagerung von Ruby Ridge / Randy Weaver
am Dienstag 11 Dezember 2007
von MPXM Autor Liste
in Geschichte > Sonstiges
Kommentare: 1

Der Fall Randy Weaver - Ein weiteres FBI-Fiasko



Die Festnahme von Randy Weaver durch eine Einheit des BATF endete mit dem gewaltsamen Tod dreier Menschen. Der Anwalt von Randy Weaver, Gerry Spence sagte dazu: „Was Randy Weaver passiert ist, kann jedem von uns in diesem Land passieren.“


Als der 14-jährige Sammy Weaver seinen Hund Striker sah, der von maskierten und getarnten Eindringlingen erschossen wurde, feuerte er in Angst um sein Leben zurück. Der 1,30 Meter große Junge wurde am Arm getroffen, ein weiterer Schuß traf ihn im Rücken, als er zurück ins Haus lief. Er starb auf der Stelle, getötet von einem Agenten des FBI.

Mit ihrer 10 Monate alten Tochter auf dem Arm stand Vicky Weaver im Flur ihres Hauses und trauerte um ihren getöteten Sohn, ohne sich darüber im Klaren zu sein, daß sie selbst auch nur noch wenige Sekunden zu leben hatte.
In einem winzigen Augenblick wurde sie von einer Kugel im Gesicht getroffen, die ihren Kiefer zerschmetterte und ihre Halsschlagader durchtrennte. Die Kugel wurde aus einer Entfernung von knapp 200 Metern von einem FBI-Agenten abgefeuert.

Was hatte die Weaver-Familie den FBI-Heckenschützen und den Maschinengewehr tragenden US-Marshalls rund um ihre Hütte in Ruby Ridge in Nord-Idaho getan?

Warum handelte die Regierung so, daß die Weavers ihre Rechte, die allen Amerikanern durch die Verfassung der USA zugesprochen werden, einbüßten?

Wer traf die Entscheidung, die zu ihrem ungerechtfertigten Tod und dem Tod von Deputy US-Marshall William Degan führte?

Für die sechs Männer, die in der Nähe von Weavers Holzhütte am 21. August 1992 arbeiteten, war es ein Tag in einem Job, der bereits mehr als 16 Monate andauerte. Ihr Arbeitgeber, die US-Regierung, bezahlte 13.000 US$ pro Woche dafür, und ein Ende war nicht in Sicht.

Die Hütte, eine echte Barracke, war das Haus des 44 Jahre alten ehemaligen Green Barret Randy Weaver und seiner Familie: Seiner Ehefrau Vicky, seinem Sohn Sammy und seiner Töchter Sara, Rachel und Elisheba.
Außerdem wohnte dort ihr junger Freund Kevin Harris. Sie jagten um zu überleben und bauten Gemüse im eigenen Garten an. Gelegentlich spendete ein Generator Elektrizität. Radio und Fernsehen hatten sie nicht.

An diesem Tag übten einige neue Männer den Job in der Nähe der Hütte aus. Einer von ihnen war der 42-jährige William Degan, der auf speziellen Befehl nach Nord-Idaho gekommen war. Er sollte helfen den Job zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

Die Männer im Wald waren in ihren Arbeitsanzügen gekleidet: Tarnkleidung inklusive Masken. Sie trugen die für ihre Arbeit notwendige Ausrüstung: 2-Wege Funkgeräte, manipuliert für leisen Gebrauch, Nachtsichtgeräte, halbautomatische Handfeuerwaffen, vollautomatische Militärgewehre und mindestens ein leises Heckler & Koch Maschinengewehr. Einer von ihnen war Arzt, um für alle Fälle gewappnet zu sein.
Die Weaver-Familie hatte mehrere Hunde. Einer der Männer warf einen Stein, um die Reaktion der Tiere zu testen. Ein Golden Retriever in der Nähe der Hütte bellte und rannte in ihre Richtung. Eine Mission, die irgendjemand beim FBI „Operation Northern Exposure“ getauft hatte, sollte zu einem Ende kommen.
Die Operation umfaßte sogar Luftüberwachung mittels Flugzeug, um die Luftbilder von der „Defence mapping Agency“ analysieren zu lassen und den Aufbau einer hochauflösenden Videoausrüstung, die die Aktivitäten der Weaver-Familie aus eineinhalb Meilen Entfernung aufnahmen – insgesamt hundertsechzig Stunden Videoband wurden genutzt.

Für fast eineinhalb Jahre hatten FBI-Agenten die Gegend erkundet, um geeignete Plätze für Überwachung und Heckenschützen festzustellen.
Degan gehörte zu der „Special-Operations Group“ , dem nationalen SWAT-Team.
Alle sechs Beamte an diesem Tag waren US-Marshalls.
Das Ziel von ihnen – und einer FBI-Anstrengung und Strafverfolgung, die etwa 3 Millionen Dollar kostete – war Randy Weaver.

Was für ein Krimineller war Randy Weaver, daß solch ein Aufwand nötig war?
War er ein großer Drogenhändler? Ein Serienkiller? Ein Terrorist?

Nein. Am 24. Oktober 1989 verkaufte Weaver zwei Gewehre, deren Läufe ein Viertel inch kürzer waren als die vom Gesetz zugelassenen 18 inch.
Die H&R-12ga. und die Remington Pumpaction verkaufte er einem guten Freund, der ihn damit beauftragte, die Läufe abzusägen.
Der „gute Freund“ stellte sich als Undercover-Agent der BATF (Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms) heraus, der später aussagte, daß er hauptsächlich aus Gründen der Aufregung (Action haben...) an der Operation teilnahm.

Acht Monate nach dem Verkauf der Waffen kamen zwei BATF-Agenten zu Weaver und unterbreiteten ihm ein Angebot. Entweder würde er die Aryan Nations ausspionieren, eine weiße Rassisten Organisation mit Hauptquartier in Idaho, oder er würde ins Gefängnis kommen.

Weaver weigerte sich, ein Regierungsspitzel zu werden und wurde sechs Monate später aufgrund des Waffenverkaufs angeklagt.
Am 17. Januar 1991, als Weaver und seine Frau in die Stadt fuhren um Besorgungen zu erledigen, sahen sie einen Pick-up mit offener Motorhaube und einen Mann und eine Frau die anscheinend in Schwierigkeiten waren.
Die Weavers hielten an um ihre Hilfe anzubieten. Eine Horde von Agenten sprang aus dem Camper und eine Pistole wurde in Randy Weavers Nacken gepreßt.
Vicky Weaver wurde in den dreckigen Boden gestoßen. Weaver wurde von einem Bundesrichter angeklagt, der später zugab das falsche Gesetz angewendet zu haben.
Wieder auf freiem Fuß ging Weaver zurück zu seiner Hütte. Seine Freunde, die im Gericht waren sagten später aus, daß Randy und Vicky beide geschworen haben, nie wieder mit einem Gericht in Berührung zu kommen.
Sie wollten lediglich auf ihrem Berg in Ruhe leben.

Eine Anhörung wegen des Verkaufs der Gewehre wurde am Gericht von Moscow, Idaho angesetzt. Die Regierung benachrichtigte Weaver mit einem Brief, daß er am 20.3.1991 erscheinen müßte. Die eigentliche Anhörung war allerdings einen Monat früher!
Dieser Fehler im Datum war Anlaß genug für einen Marshall diesen Prozeß als Scheinprozeß zu titulieren. (Weaver zeigte sich aber auch am falschen Datum nicht vor Gericht).
Der US-Anwalt Ron Howen ging vor die Grand Jury, und Weaver wurde wegen Nichterscheinens verurteilt.

Aber warum hat das BATF Randy Weaver als möglichen Informanten ausgesucht?

Er war ein Mann, der sich seiner Familie widmete. Ein Mann ohne kriminelle Vergangenheit, ein Veteran, der seinem Land mit Ehre gedient hat. Es war Weavers Glaube, der ihn das ideale Ziel werden ließ. Seine unorthodoxen religiösen und politischen Ansichten waren außerhalb Amerikas „mainstream“.
Er war ein weißer Seperatist. Er war ein einfacher Mann, ein Niemand.

In den nächsten 16 Monaten malte das FBI ein Bild von Weaver, das ihn als Rassisten, Antisemiten und Kriminellen darstellte. Aber sie mußten ihn aufgrund seines einzigen Verbrechens, dem Verkauf zweier Waffen, verurteilen.
Die Medien übernahmen all dieses ohne nachzufragen. In den Zeitungen, im Fernsehen und im Radio wurde Weavers Haus – die Holzhütte die er selbst gebaut hat – zu einer Bergfestung, einem Bunker und einem von 15 Waffen und Munition, stark genug um Panzer zu durchschlagen, beschützten strengbewachten Gebäude.

Die gewöhnlichen Gewehre, die Weaver verkaufte, wurden zu Waffen von Drogendealern und Terroristen, Gangsterwaffen, also Waffen ohne sportlichen Nutzen.
„Die Medien spielten das Ganze enorm auf“ sagte ein Agent. Aber es gab keine Gangster. Es gab keine Terroristen und keine Drogendealer, nur Weaver, den Gewehrkäufer und die Regierung.

Es war eine einzige Lüge. Haßerfüllt. Die Menschen glaubten es, vielleicht haben es sogar die Agenten, die diese Lüge erschaffen haben, irgendwann selbst geglaubt.
Alles endete am 21. August, als Striker bellte und die Agenten aufspürte, die die Hütte erkundeten.

Leben ändern sich, Leben enden.

Niemand, außer die Leute die dabei waren, wissen genau was als nächstes passiert ist. Es gibt verschiedene Versionen von der Geschichte. Aber einiges ist Auslegungssache.
Randy Weavers kleiner Sohn Sammy, ein Junge noch nicht mal im Stimmbruch und Kevin Harris folgten Striker. Harris und Randy Weaver sagten später, daß sie dachten, daß der Hund Wild jagt. Harris hielt ein Jagdgewehr und auch der Junge hatte ein Gewehr in der Hand.

Ohne jede Warnung schoß ein Agent auf Striker und tötete ihn (im späteren Prozeß kam heraus, daß ein Plan existierte den Hund zu töten, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen).
Der Junge erschrak und schoß zurück. Als der Agent ein weiteres mal schoß war Sammy tot.

Kevin Harris schoß William Degan in die Brust. Dieser starb wenige Augenblicke später und auch die Schießerei endete schnell. Die Agenten behaupteten später, Harris hätte zuerst geschossen. Harris gab an, er hätte erst geschossen, als der Junge Sammy erschossen wurde. Die Agenten erzählten den Medien, daß sie für acht Stunden festgehalten wurden. Das ist eine Lüge.

Der Hund ist tot. Der Junge ist tot. Und Deputy Degan ist tot. Zwei amerikanische Familien haben auf tragische Art und Weise geliebte Menschen verloren. In der Nacht brachten Randy Weaver und Kevin Harris den Körper des kleinen Jungen in einen Schuppen in der Nähe der Hütte und wuschen ihn.

Der Tod von Deputy Degan rief das FBI auf den Plan. Kurze Zeit später war das Weaver-Anwesen von einer großen Menge von FBI/BATF und US-Marshalls und Idaho-State-Police belagert.
Zusätzlich waren zahlreiche lokale Staatsanwälte und die Idaho Nationalgarde anwesend.

Unter den FBI-Agenten war Commander Richard Rogers, der Anführer des FBI-Geiselrettungsteams und seine Scharfschützen. Auf dem Flug zum Geschehen traf er eine außergewöhnliche Entscheidung. – Er entschloß sich die bisherigen Regeln für den Einsatz von FBI-Scharfschützen zu ändern.

Normalerweise dürfen Agenten nur schießen, wenn sie sich in Todesgefahr befinden oder die Gefahr eines schmerzhaften körperlichen Schadens besteht. Aber elf Scharfschützen, die um das Anwesen postiert waren, bekamen neue Anweisungen:

„Wenn ein Erwachsener auf dem überwachten Gelände mit einer Waffe gesehen wird, nachdem die Aufgabeankündigung gemacht worden ist, dann sind sie beauftragt dieses Individuum zu neutralisieren."

Außerdem hieß es: „Wenn ein männlicher Erwachsener vor der Ankündigung mit einer Waffe gesehen wird, kann und soll eine Neutralisation stattfinden, wenn der Schuß keine Kinder gefährdet.“

Mit Worten voller hohler Rechtfertigungen, die auch in Waco/Texas benutzt wurden, teilten Sprecher des FBI ihre Sorge um die Kinder mit. Fakt ist, daß Gene Glenn, ein Agent, der an der Belagerung teilnahm, der New-York-Times mitteilte, daß er die Kinder als Geiseln betrachtet hatte.
Tatsächlich hatten sie aber bereits eines von ihnen getötet. Es waren keine Unterhändler vor Ort, und es wurden noch nicht einmal Anstrengungen unternommen, mit den Weavers Kontakt aufzunehmen, als Randy Weaver, Kevin Harris - bewaffnet – und die sechzehnjährige Sara Weaver die Hütte verließen und in den Schuppen gingen, in dem Sams Leiche lag.

Als die drei die Hütte erreichten zielte ein 200 Yard entfernter FBI-Scharfschütze auf Weaver.
Vor Gericht gab er später an, er hätte auf die Wirbelsäule unterhalb des Nackens gezielt. Er verfehlte diese aber und traf Weaver hinten am Arm und die Kugel trat aus der Achselhöhle wieder aus.

Sara teilt dem Sprecher einer Autorenorganisation, Jess Walter, für eine Copyright geschützte Geschichte später mit: „Ich rannte zu meinem Vater, versuchte ihn zu schützen und stieß ihn gegen die Hütte. Wenn sie jemanden erschießen wollten, hätten sie ein Kind töten müssen.“

In der Hütte wartete Vicki Weaver in der Tür und hielt ihr Kleinkind Elisheba auf dem Arm. Die Kugel traf Vicki Weaver und sie war tot, bevor das Baby den Boden erreichte, auf wundersame Weise unverletzt. Harris, der zurückgelaufen war, wurde von Kugel- und Knochenfragmenten aus Vickis Schädel getroffen. Er blutete sehr stark.
Randy Weaver, seine Tochter Sara und die zehn Jahre alte Rachel sahen alle den gewaltsamen Tod.

Später gab Scharfschütze Lon Horiuchi vor Gericht an, daß der Tod von Vicki Weaver ein Versehen war, er hätte auf Kevin Harris gezielt. Der Anwalt der Verteidigung Spence fragte ihn: „Sie wollten ihn töten, oder“? Er antwortete: „Ja, Sir“.

Sara Weaver erzählte auch von der Nacht nach dem Tod ihrer Mutter, wieder in dem Bericht von Jess Walter: „Elisheba schrie die ganze Nacht. Sie rief Mama, Mama, Mama... Mein Vater weinte ebenfalls und sagte: Ich weiß Baby, ich weiß Baby, Deine Mutter ist von uns gegangen...“

Sie erzählt Walter außerdem, daß sie am Sonntag versucht hat, die FBI-Agenten zu rufen und ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, um ihnen zu erzählen, daß ihre Mutter tot war. Sie hätte aber keine Antwort erhalten. Stattdessen kamen dann irgendwann die FBI-Unterhändler.

„Sie kamen mitten in der Nacht und sagten: Kommen sie raus und reden mit uns, Mrs.Weaver. Wie geht’s dem Baby, Mrs. Weaver?, alles mit einer smarten schmierigen Stimme. Oder sie sagten: Guten morgen Randall. Wie hast Du geschlafen? Wir haben Kekse, möchtest Du einige?“

Das FBI behauptete später, daß sie nicht wußten, daß ein Scharfschütze Vicki Weaver bereits getötet hatte.
Ein Jourmalist der New-York-Times zitierte FBI-Quellen aber mit den Worten, aus denen hervorgeht: „ ... benutzten Abhörgeräte, die uns erlaubten, Unterhaltungen zu hören und sogar das Babygeschrei in der Hütte.“ Eine weitere Lüge also?

Am Donnerstag, dem 27. August versuchte Radio-Sprecher Paul Harvey mit seiner Mittagsansage die Weavers zu erreichen, da er wußte, daß sie seine Sendung regelmäßig hörten. Er drängte Randy Weaver zu kapitulieren, indem er ihm prophetisch mitteilte: „Randy, Du hast eine wesentlich bessere Chance mit einer Dich verstehenden Jury von Landsleuten, als in jeder Art der Schießerei mit 200 frustrierten Polizisten.“

Ein Teil der Bemühungen, die das FBI unternahm, um mit den Weavers in Kontakt zu treten, war das Senden eines Roboters mit einem Telefon zu ihrer Hütte. Aber der Roboter hatte auch ein Gewehr montiert, daß auf die Tür zeigte, sodaß die Weavers Angst hatten, nach dem Telefon zu greifen und dabei verletzt oder getötet zu werden.

Irgendwann während dieses Geschehens entdeckte das FBI die Leiche von Sammy. Sie erzählten den Medien, daß sie nicht wußten, daß sie ihn getötet haben.

Die Belagerung endete sechs Tage nachdem Vicky Weaver getötet wurde.
Ihre Leiche lag die ganze Zeit in der Hütte. Sara mußte immer über ihre Füße klettern, um der Familie Essen und Trinken zu bringen.
Randy Weaver und Kevin Harris diktierten zu dieser Zeit Sara ihre Version der Geschichte. Weaver beschuldigte in diesem Brief die Regierung, seine Frau getötet zu haben.

Die Medien berichteten wiederholt auf Basis der Informationen des FBI, daß Vicky in einem Schußwechsel getötet wurde. Ein weiterer Versuch die Kontrolle zu behalten.

Es fielen lediglich zwei Schüsse – beide von Regierungs-Scharfschützen.

Kevin Harris war die erste Person, die die Hütte verließ. Am Sonntag dem 30. August wurde er schwer verwundet in das Spokane-Krankenhaus gebracht, wo er behandelt und des Mordes angeklagt wurde.

Ein Richter sagte ihm, daß er mit der Todesstrafe rechnen müßte.

Der Rest der Familie kam am nächsten Tag aus der Hütte. Die Aufgabe war das Ergebnis von Verhandlungen – nicht vom FBI, sondern von Bo Gritz einem ehemaligen Green Barret Helden.
All die Lügen und die staatliche Kontrolle über diesen Fall wurden beendet und es kam zur Verhandlung.
Das 36 Tage dauernde Gerichtsverfahren fand im US-Verwaltungsgericht in Boise statt und wurde von Richter Edward Lodge geführt.

Die aus acht Frauen und vier Männern bestehende Jury mußte sich 56 Regierungszeugen anhören. Die Verteidigung rief nicht einen einzigen Zeugen auf, überzeugt davon, daß die Regierung ihren eigenen Fall zerstört hatte. Sie hatte recht.

Die Jury beriet sich für fast drei Wochen und sprach Harris in Bezug auf Mord und alle anderen Anklagepunkte frei.
Sie sprachen Weaver in acht Anklagepunkten frei, zwei weitere hatte die Anklage bereits im Vorfeld fallen lassen.

Weaver wurde in zwei Anklagepunkten für schuldig befunden: Dafür, daß er nicht vor Gericht erschienen war und dafür, daß er seine Kautionsbestimmungen verletzt hatte. Er wurde nicht für schuldig befunden wegen des Verkaufs der Gewehre – dem Ursprung dieser ganzen Misere.

Es war eine merkwürdige Gerichtsverhandlung voller Widersprüche. Es gab Regierungszeugen, die sich in ihren Geschichten gegenseitig widersprachen, was am 21. August passiert war. Sie widersprachen sich außerdem bei der Schilderung der Geschehnisse um Vicky Weavers Tod am nächsten Tag.

Die Frage, wer zuerst geschossen hat – Harris oder die Polizisten – war die Schlüsselfrage, über die die Jury bei der Mordanklage gegen Harris entscheiden mußte. Am Ende glaubten sie Kevin Harris, daß er sich selbst verteidigt hat.
Kurz vor dem Urteilsspruch war die Todesstrafe in diesem Bundesstaat abgeschafft worden.
Das Gesetz, daß diese Art der Strafe legalisiert wurde kurz zuvor vom US-Supreme Court außer Kraft gesetzt.

Die Regierung verbrachte zwei Tage damit, die religiösen Ansichten der Weavers zu betrachten, um sie als rassistisch darzustellen, und als eine Familie, die seit langem eine gewaltsame Verschwörung gegen die Regierung plante.
Die Jury glaubte dies nicht.

FBI-Agenten sagten im Zeugenstand aus, daß es eine Vielzahl von Vorbelagerungsszenarien gegeben hat, um Weaver aus seiner Hütte zu holen. Aber unter dem Druck der Verteidigung mußten sie zugeben, daß sie nie in Erwägung gezogen haben, einfach an der Tür zu klopfen und ihn zu verhaften.

Während des Verfahrens mußte die Regierung zugeben, daß das FBI einige Beweise manipuliert hatte. Die Fotos vom Tatort, die die Verteidigung erhalten hat, waren gefälscht. Außerdem wurden Beweisstücke entfernt oder ersetzt. Der Staatsanwalt wußte dies, hat es der Verteidigung allerdings nicht mitgeteilt.

Die Staatsanwaltschaft hielt außerdem Dokumente zurück, die der Verteidigung eventuell geholfen hätten. Als sie vom Richter aufgefordert wurde, die Dokumente sofort zugänglich zu machen, sendete das FBI das Material von Washington DC mit vierter-Klasse-Post, sodaß es zwei Wochen durch das Land unterwegs war.

Für dieses staatsanwaltliche Fehlverhalten verurteilte der Richter die Regierung dazu, einen Teil der Kosten der Verteidigung zu übernehmen, ein Urteil, das bis dahin fast noch nie ausgesprochen wurde.
Staatsanwalt Hoiwen mußte sich außerdem vor Gericht entschuldigen. Am Ende der Verhandlung brach er inmitten seines Plädoyers zusammen und teilt dem Richter mit: „Ich kann nicht mehr weiter“.

Gerry Spence teilte der Jury mit: „Hier handelt es sich um einen Mordfall, aber die Leute, die den Mord begangen haben sind nicht hier im Saal“.

Nach dem Gericht sagte Spence der New York-Times: „Eine Jury hat heute bestätigt, daß du nicht jemanden töten darfst, nur weil du Abzeichen trägst und dieses Verbrechen dann als Beschützen der Unschuldigen hinstellen kannst“.

Was wurde wegen des Todes von Vicky Weaver, einer Mutter die getötet wurde, während sie ihr Kind auf dem Arm hielt, und Sammy Weaver, einem Jungen dem in den Rücken geschossen wurde, unternommen?

Spence beantragte bei der Staatsanwaltschaft des Nachbarstaates Idaho eine Strafverfolgung zahlreicher FBI-Agenten. Sollten diese Anklagen erhoben werden, würden viele offene Fragen über den Weaver Fall beantwortet werden können.
Sollte dieses passieren, würde eine weitere Jury ohne Zweifel dafür sorgen, daß die, die vergessen haben, daß die Regierung der Vereinigten Staaten seinen Bürgern dienen muß und diese nicht einsperren und diffamieren kann sowie falsche Beweise gegen sie anbringen und ihre Kinder töten darf, davon wieder Notiz nehmen.

Jim Oliver



Nachtrag:

Während der Belagerung durch das FBI in Ruby Ridge fanden sich unendlich viele Demonstranten vor Ort ein. Es wurde sogar ein Zeltplatz für sie aufgebaut, für diejenigen, die ihre Solidarität mit den Weavers bekundeten.
Unter den Demonstranten befanden sich nahezu alle Nachbarn der Weavers, Vietnam-Veteranen, Skinheads und Nationalisten aus allen Teilen des Landes. Auch die Führung der Aryan Nations, Pastor Richard Butler, war vor Ort.
Selbst die Witwe von Robert Jay Mathews und die Ehefrau des „The Order“-Mitglieds Gary Yarborough sind angereist!
Außerdem die Familie Trochman, - Mr. Trochman hat später die Militia of Montana gegründet.
Mrs. Trochman hat zusammen mit anderen Frauen die anwesenden Protestler – die Patrioten und Skinheads – vor Ort mit Essen und Trinken versorgt.

Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Veröffentlichung der LP „Desert Storm“ mit „Dirlewanger“ und „No Remorse“? – Das Plattencover zeigt ein paar Skinheads die gefesselt auf dem Highway liegen... Jene fünf Skinheads sind am 25. August 1992, am fünften Tag der Belagerung, in der Nähe des Weaver-Hauses von einem BATF-Team festgenommen worden. Sie hatten ihren Pick-Up mit Waffen vollgeladen und wollten die Weavers im Kampf gegen das FBI unterstützen!!

Am 17. Dezember 1993 wurde Randy Weaver aus dem Gefängnis entlassen. Dort hatte er die letzten sechzehn Monate verbracht. Nach seiner Entlassung lebte er mit seinen Töchtern Elisheba und Rachel in einem Haus in Grand Junction. Die andere Tochter Sara beendete ihre High School in Des Moines.
Sie widmet sich auch heute noch der Kunst und dem Schreiben von Gedichten.
Die Weaver-Töchter haben 24.000 US-Dollar von Unterstützern/Spendern bekommen. Unter anderem kaufte sich Sara Weaver davon ein Haus in der Nähe ihres Vaters. Sara Weaver ist nun mit einem der Skinheads, welche damals gegen das FBI protestiert haben, zusammen. Sie sind ein glückliches Paar. Doch alle vermissen die Berge und hoffen, daß sie eines Tages nach Montana ziehen können um in Ruhe zu leben...

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  !! 
Danke.
Kommentare
Die Belagerung von Ruby Ridge / Randy Weavtrifröst | 21 Aug : 19:33
Gast
Darauf antworten
Lon Horiuchi, der Scharfschütze, der Vicki Weaver ermordete, wurde übrigens ein Jahr später auch im Massenmord an den Davidianern in Waco (TX) eingesetzt, bei dem 86 Menschen, darunter 24 Kinder ihr Leben ließen.

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